Wanderreiten

Das ist ein weites Feld, und ich hoffe, im Laufe der Zeit hier noch einiges ergänzen zu können.

Zum Wanderreiten kann man viele verschiedene Sättel benutzen, wichtig ist jedoch, daß sie sowohl Pferd als auch Reiter gut passen und bequem sind.

Sie sollten das Gewicht von Reiter und Gepäck auf eine möglichst große Auflagefläche verteilen.

Außerdem brauchen die Sättel viele Ringe, um die verschiedenen Gepäckstücke daran zu befestigen.

Der Militärsattel M 25

Ein Sattel, der immer noch vorbildlich ist bei der Bequemlichkeit für's Pferd und bei der Gewichtsverteilung, ist der deutsche Militärsattel M 25, der von 1925 bis zum 2. Weltkrieg von den berittenen Truppen benutzt wurde.

Er wurde millionenfach hergestellt, und viele Exemplare sind nach dem Krieg in irgendwelchen Scheunen oder Dachböden in Vergessenheit geraten, wurden später wiedergefunden und sind heute noch im Einsatz. Wenn man sie gut pflegt, sind sie fast unverwüstlich.

 

Hier ist links ein echter M 25 zu sehen, und rechts sein kleiner Bruder im Maßstab 1:9.

Bei diesem Sattel werden die Packtaschen vorne befestigt, um mehr Gewicht auf die Vorderhand zu bringen.

Die Soldaten haben hinten am Sattel noch Gewehr und Helm, Feldflasche, Zeltplane und Mantel angebracht.

Unterm Sattel liegt traditionell der graue Woilach aus Wollstoff, eine große Decke, die sechsfach gefaltet wird. So kann man auf langen Ritten jeden Tag eine frische Seite auf den Pferderücken legen. Außerdem kann die Decke bei Bedarf Pferd und/oder Reiter Wärme und Regenschutz bieten.

Die beiden Packtaschen werden an dem sog. Überwurf befestigt, und dieser dann am Sattel.

Der Überwurf ist ein besonders schwierig zu findendes Teil der Ausrüstung, aber ein sehr Wichtiges, denn ohne ihn kann man die Packtaschen nicht so praktisch am Sattel anbringen. Heute wird er oft von Sattlern neu angefertigt.

Dieses Sattelset hat 2016 bei den Live Shows Dortmund und Xanten jeweils den Zaum-Champion-Titel gewonnen, und ebenfalls 2017 in Xanten, worüber ich mich sehr freue.

Hier noch ein zweiter M25, diesmal kombiniert mit einem blauen Woilach, blauen Steigbügeln und einem anatomisch geformten, modernen Sattelgurt nach echtem Vorbild.

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Dies ist ein eher westernmäßiger Wanderreitsattel. Auch hier wird durch die großen Trachten das Gewicht gut verteilt.

Silberne Verzierungen und ein punziertes Muster geben ihm ein schönes Aussehen.

Hier ist er auf dem Pferd, komplett mit Packtaschen und einem Wasserflaschenhalter.

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Dieser Sattel hat eine gepolsterte und gesteppte Sitzfläche, Steigbügel mit breiten Trittflächen, und viele Ringe zum Anbringen von Gepäck.

Und hier noch zwei weitere Modelle mit gepolsterter Sitzfläche, diesmal im Westernstil. Einmal mit und einmal ohne Horn:

 

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Dieses Modell ist eine Art Kreuzung aus englischem und westernmässigem Sattel. Sitz und Sattelblätter sind eher englisch,

werden hier aber mit breiten Western-Fendern und Westernsteigbügeln kombiniert.

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Dieser Sattel ist entstanden nach einer echten Vorlage, dem "Marathippo".

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Natürlich kann man auch mit einem englischen Vielseitigkeitssattel wanderreiten, wenn er eine gute Passform hat und mit Taschen etc. ausgestattet werden kann.

 

Ich hoffe, hier werden demnächst noch mehr Wanderreitsättel zu sehen sein!